Pisa
Pisa ist eine Stadt in Italien, gelegen in der Toskana nahe der Mündung des Arno in die Ligurische See. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war es zudem ein Stadtstaat (Republik).
Pisa ist Hauptstadt der Provinz Pisa und hat zirka 90.000 Einwohner. Wahrzeichen ist der als schiefe Turm von Pisa bekannte Campanile. Neben einer großen Universität hat auch die Scuola Normale Superiore, die Elitehochschule des italienischen Staates ihren Sitz in Pisa. Die Tatsache, dass fast die Hälfte (ca.40.000!) der Bewohner Pisas Studenten sind, trägt maßgeblich zur Atmosphäre und Lebendigkeit der Stadt bei. Auf der anderen Seite führt dies dazu, dass sie in den Zeiten, in denen der Unibetrieb ruht, wie ausgestorben wirkt, da der allergrößte Teil der Studenten natürlich keine Pisaner sind.
Geschichte
Im Mittelalter war Pisa eine der vier Seefahrer-Republiken Italiens (neben Genua, Amalfi und Venedig). Zudem stand die Stadt in Konkurrenz mit den toskanischen Nachbarrepubliken Lucca, Florenz und Siena. Schließlich verlor die Republik Pisa 1406 ihre Unabhängigkeit an Florenz. In dieser Zeit hat sich das Pisanische, eine besondere Stadtsprache entwickelt, die bis heute gesprochen wird und die auch über eine noch lebendige Schreibtradition (Scripta) verfügt.
Bekannt wurde Pisa auch durch das Konzil von Pisa ihm Jahre 1409, dass durch die Wahl Alexander V. und dessen Nachfolger Johannes XXIII. versuchte das Abendländische Schisma zu beendeten, es jedoch nur verschlimmterte, so das plötzlich drei Päpste, einer in Rom, einer in Avignon und eben einer in Pisa residierte.
Berühmte Söhne der Stadt waren Galileo Galilei, nach dem der Flughafen von Pisa benannt ist und Fibonacci (Leonardo von Pisa), einer der bedeutesten Mathematiker des Mittelalters.